Aphrodisierende Lebensmittel – steigert nicht nur die Lust am Essen

Nach der griechischen Göttin Aphrodite benennt man jene Lebensmittel und Stoffe, welche eine Anregung der menschlichen Libido herbei führen sollen. Schon seit dem Altertum gibt es unzählige Rezepte, mit denen man die eigene Lust, aber auch die des Partners zu steigern versucht.

Unter den Gemüsesorten gelten Spargel und Sellerie als die Potenz fördernde Mittel. Insbesondere der Spargel mit seiner typisch phallischen Form galt in der Antike als anregendes Gemüse für den Mann. Möchte man selbst einmal ausprobieren, ob das gelingt, so könnte man einen Spargelsalat mit Eiern zubereiten. Eier galten ebenfalls in vielen Kulturen schon immer als Fruchtbarkeitssymbol. Ihr hoher Anteil an Protein legt nahe, dass sie die Potenz des Mannes steigern könnten.
Auch Muscheln und Austern wird nachgesagt, dass sie sich positiv auf das Liebesleben zweier Menschen auswirken können. Im Backofen mit Petersilie und Bröseln gratiniert, bilden Muscheln ein klassisches Liebesmahl. Auch Austern wird immer wieder eine stimulierende Wirkung nachgesagt. Vielleicht ist es der hohe Anteil an Zink, der die Menschen in der Annahme, Meeresfrüchte wirkten aphrodisierend, bestärkt.
Melonen, Gurken und Paprika stehen ebenfalls im Ruf, sich positiv auf die Bereitschaft zur körperlichen Liebe auszuwirken.
Sahne ist ein klassisches Beispiel für die vielleicht nicht luststeigernde, aber anregende Wirkung von Lebensmitteln, denn sie regt nachhaltig die Phantasie der Partner an.
Eine ganze Reihe von Gewürzen wurden und werden immer noch als Aphrodisiaka benutzt. Dazu gehören die Durchblutung anregende Gewürze wie Ingwer, Chili, Zimt, Kardamom und Anis. Auch der Knoblauch lässt sich, trotz seines starken Geruchs, zu den Aphrodisiaka zählen. Mit seinen blutreinigenden Eigenschaften ist diese Annahme durchaus nachvollziehbar, denn Knoblauch zu essen hält wirklich gesund. Die Muskatnuss, der Safran und der Senf sind weitere, an ätherischen Ölen reiche Gewürze, welche dem Liebesleben zuträglich sein sollen. Und nicht zu vergessen sind die erlesenen Trüffel, die jedem Gericht eine unvergleichliche, fast erotische Note geben.

In allen Zeiten und Kulturen gab es aber auch immer höchst merkwürdige und teilweise sogar gefährliche Aphrodisiaka. Das klassische Beispiel dafür sind die „spanischen Fliegen.“ Insbesondere im Mittelalter bediente man sich dieses extrem gefährlichen Mittels, um die Potenz und die Lust zu steigern. Allerdings enthalten diese Käfer den für den menschlichen Organismus sehr giftigen Stoff Cantharidin, welcher nach der Einnahme Nekrosen und sogar den Tod herbeiführen kann.
Da hält man sich besser an ein appetitlich hergerichtetes Mahl und trinkt ein Gläschen Champagner dazu. Der sorgt, in Maßen genossen, für eine sinnliche und knisternde Atmosphäre zwischen den Liebenden.

 

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